Künstlerischer Leiter: Nigel Charnock
Performer, Tänzer, Choreograph und Direktor Nigel Charnock wurde als Körperpoet, als Virtuose in verwegenem Physical Theatre und absolut faszinierend bezeichnet. Nigel wurde in Manchester geboren. Er studierte während drei Jahren Drama und dann Tanz an der Londoner School of Contemporary Dance. Nigel war 1986 Mitbegründer des DV8 Physical Theatre und Gewinner des London Performance Awards für seine Performance in Deard Dreams of Monochrome Men. Er kreierte eine Reihe von Soloproduktionen: Ressurrection, Original Sin, Hell Bent, The Second Coming, Frank und vor kurzem One Dixon Road (2010).
Nigel unterrichtet und choreographiert sei über 25 Jahren in der ganzen Welt, er ist Autor und Direktor, und zwar vor allem in Deutschland, der Schweiz, Italien, Dänemark, Brasilien, Kanada, Israel, Südafrika und Finnland, wo er von 2002 bis 2005 künstlerischer Leiter der Helsinki City Theatre Dance Company war. Er leitete zahlreiche Theaterkompanien und inszenierte Shakespeare‘s Macbeth, the Love Sonnets, Ibsen, Pinter und viele andere Werke. Nigel erarbeitete zuletzt ein neues Solostück, welches im August 2010 in Italien Premiere hatte. Er ist ein gefragter Improvisator, der viele Jahres mit dem deutschen Komponisten und Musiker Michael Riessler zusammengearbeitet hat.
Nigel war künstlerischer Leiter des SiWiC 2005 und freut sich auf seine Rückkehr im 2011!
Thema:
Das diesjährige Thema ist Körper und Stimme - wie drückt der stumme Körper Gefühle aus? Erzählerische Inhalte versus Form. Wie verbindet sich die Stimme mit dem Körper, sodass die beiden Eins werden? Nigel möchte den Tanz als abstrakte Form untersuchen und gleichzeitig als Weg, um Inhalte und Geschichten auszudrücken. Hat der Tanz dem Zuschauer etwas zu bedeuten? Nigel sieht die Stimme als ein Instrument, das - mit dem Körper kombiniert - eine vokale Physikalität ergibt. Es werden konkrete Texte verwendet, Wörter von den Choreographierenden kreiert und vor-sprachliche Geräusche produziert. Wir werden schreien, brüllen, flüstern, Phrasen dreschen, singen, grunzen, lachen, weinen und tanzen.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
Choreograph/innen:
Nadine Schwarz
Ha Young Lee
Renaud Wiser
Moritz Ostruschnjak
Alexander Andriyashkin
Gareth Belling
| Tänzer/innen: | |
| Laia Duran Marta Zollet Soledad Steinhardt Akiyama Rie Vanessa Lopez Rebecca Weingartner Olga Maria Palliani Rosalia Ortega Mimi Jeong Sabrina Brunner (stagiaire) Carolina Silvestre (stagiaire) |
Constantin Georgescu Exequiel Barrera Filipe Baracho Romain Guion Mathis Kleinschnittger Alberto Franceschini Andrea Mirabile Werner Nigg Sebastian Rowinsky Eugene Rhodes |
Seminar: Psychologie des Tanzes
Eileen Nemeth ist praktizierende analytische Psychologin mit einer privaten Praxis in Zürich. In ihrer Arbeit als Psychotherapeutin kombiniert sie ihre Erfahrung als Jungianerin und Tanztherapeutin sowie als frühere Tänzerin, Choreographin und Lehrerin. Sie wird in ihrem Seminar der Idee der archetypischen Bewegung und der archetypischen Muster nachgehen. Muster, die universal sind und uns durch unsere Körper zu der Essenz des Lebens führen. Sie wird auf den kreativen Prozess in der Choreographie eingehen und sich mit dem persönlichen und universellen Ausdruck auseinandersetzen.
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