Künstlerischer Leiter: Jochen Heckmann
Jochen Heckmann ist Tänzer, Choreograph und Pädagoge. Geboren in Villingen Schwenningen (D) begann Jochen Heckmann nach dem Abitur 1987 seine professionelle Tanzausbildung (Klassisch, Modern und Pädagogik) - zuerst in Deutschland und später in Paris. Danach tanzte er in diversen Ensembles, u. a. bei der Contemporary Dance Company Zurich (CH) und dem Ballett-Theater Hagen (D), in Choreografien von Richard Wherlock, Paula Lansley, Myriam Naisy, Ed Wubbe, Itzik Gallili, Janet Smith, Jean-Claude Pavailli. Nach der Gründung seines eigenen Ensembles, der LOOPING contemporary dance company, 1995 in Zürich gelang es ihm schnell, sich zu etablieren und ein beachtliches Repertoire mit abendfüllenden Produktionen zu erarbeiten, mit denen er auch erfolgreiche Auslands-Tourneen absolvierte.
Seit 1990 unterrichtet er als Dozent für Zeitgenössischen Tanz und Choreografie an zahlreichen Ausbildungsstätten und hält Meisterklassen. Als Tänzer und Choreograph erhielt er diverse Auszeichnungen. Von 1999 - 2007 war Jochen Heckmann Ballettdirektor und Chefchoreograf des Ballett-Theater-Augsburg, wo er sich für über 23 Produktionen verantwortlich zeigte. Gastchoreografien brachten ihn u. a. ans Prager Kammerballett, ans Staatstheater in Lodz, das Pfalztheater in Kaiserslautern, das Staatstheater Braunschweig, das Staatstheater in Saarbrücken, das Glyndebourne Opern Festival wie auch an die Salzburger Festspiele.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer: |
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| Choreographinnen: | Choreographen: |
| Eva Maria Küpfer | Sagi Gross |
| Emi Miyoshi | Michael Maurissens |
| Marion Ruchti | Joshua Monten |
Tänzerinnen: |
Tänzer: |
| Agniezka Dlugoszewska | Alex Hobe |
| Alexandra Carey | Alfredo Garcia Gonzalez |
| Caroline Bo | Eugen Rhodes |
| Dominique Cardito | Giovanni Vitale |
| Elina Müller-Meier | Martin Schicke |
| Laia Duran Figols | Romain Guion |
| Mariam Aleksidze | Ruben Renier |
| Marta Zollet | Wout Geers |
| Patricia Rotondaro | Yannick Badier |
| Sandra Huber | |
| Sun Hee Dieben | Yentl Werdt (stagiaire) |
| Vanessa Lopez | Ivano Chiaravalloti (stagiaire) |
Thema: Zeit und Raum
Der Tanz hat das einmalig schöne Potential, die Grenzen zwischen Imagination und Expression, zwischen Innen und Außen, zwischen Stille und Bewegung, Leere und Fülle, Askese und Sinnlichkeit spielerisch zu überwinden. Alle diese Elemente sind Bestandteil einer großen Gesamtidee, wobei die Umsetzung dem Choreografen nicht nur Talent, Kreativität und Ideenreichtum abverlangt, sondern auch ein entsprechendes Handwerk. Der Umgang mit Zeit und Raum entspricht dem eigentlichen Gedanken der Choreografie. Denn diese ist nichts anderes als das temporäre, rhythmische und dynamische Setzen, Stellen und Bewegen von (menschlichen) Körpern in einem definierten Raum. Die Gestaltung der Grundelemente Zeit und Raum ist die künstlerische Herausforderung des/der Choreographen/in. Dabei bedarf es sowohl des Einsatzes von dramaturgischen Regeln wie auch einer kreativen, persönlichen Handschrift. Wichtig ist nicht nur die Kreation an sich, ein Tanzstück soll auch einen konstruktiven, verständlichen Dialog zwischen den Künstlern, den Darstellenden und dem Publikum herstellen.
Seminar 1: Wo der Tanz aufhört, beginnt die Sprache
(frei nach Mary Wigman)
Wie entsteht zwischen Tanz und Sprache ein notwendige Arbeitsbeziehung? Wo die Sprache aufhört, beginnt der Tanz, sagt Mary Wigman. Lässt sich der Satz auch umkehren? Sollten Tanz und Sprache überhaupt eine Beziehung eingehen oder schaden sie einander nur? Lässt ein Choreograf im Tanz die Sprache zu, findet er dann einen weiteren Zugang zur Arbeit? Schadet es dem Tanz, sich mit der Sprache einzulassen? Oder entsteht nicht gerade dadurch etwas Drittes, das schillert zwischen Tanz und Sprache, und das weder tatsächlich getanzt noch wirklich ausgesprochen werden kann?
Seminar mit der Schriftstellerin und ehemaligen Tänzerin Judith Kuckart
Seminar 2: Was tut das Hirn beim Tanzen?
Wenn das Hirn eines Menschen beim Tanzen zuschaut, werden nicht nur seine visuellen Zentren aktiviert, sondern auch diejenigen von Körperbewegungen, Musik und Emotionen. Dem Neurologen stellen sich noch weitere Fragen: Wie steht es mit der Integration von Geist und Körper, wie mit dem Zusammenspiel beider Hirn- und Körperhälften, wo wird die Choreogrpahie und das Bewegungsmuster gespeichert, wie wieder abgerufen, sodass es nicht zu einem motorischen Chaos kommt? Einzelne Aspekt aus der kaleidoskopischen Füllen von eigenen Eindrücken und Ideen, streng neurologisch geordnet, ist das Thema des Vortrages von Dr. med. Reto Agosti, Facharzt für Neurologie FMH
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